8. Deutsche Infrastrukturkonferenz 2026

03.11.2026

Was Sie erwartet

Politik, Privates Kapital, Infrastruktur: Warum der Dialog jetzt zählt

Die 8. Infrastrukturkonferenz der Initiative deutsche Infrastruktur e.V. am 3. November 2026 in Berlin bringt erneut Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung, institutionelle Investoren, Infrastrukturbetreiber und Finanzierungsexperten zusammen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie angesichts finanzpolitischer Herausforderungen und einer schwierigen geopolitischen Lage private Kapitalströme in den Aus- und Umbau der deutschen Infrastruktur gelenkt werden können.

Nach mehreren Jahren der wirtschaftlichen Stagnation steht Deutschland vor großen politischen wie ökonomischen Herausforderungen. Bis zur Zeitenwende im Frühjahr 2022, die ein 100 Mrd. Euro-Sofortprogramm für die Ertüchtigung der Bundeswehr zur Folge hatte, war die deutsche Infrastruktur nicht nur im Bereich von Sicherheit und Verteidigung über viele Jahre eklatant unterfinanziert. Ausufernde Berichtspflichten, eine lähmende Bürokratie und lange Planungszyklen haben den Investitionsstau zusätzlich verschärft. Zugleich besteht trotz des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität eine kluge Mobilisierung privaten Kapitals, um die deutsche Infrastruktur zukunftsfähig auszurichten und das staatliche Kapital sinnvoll durch privates zu ergänzen.

Die neue Bundesregierung hat in ihrem ersten Jahr mehrere Initiativen gestartet, die dem Bedarf für mehr privates Kapital aus dem In- und Ausland gezielt Rechnung tragen. Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit des regulatorischen Rahmens sind unverzichtbare Schlüsselbedingungen für privates Engagement. Der Deutschlandfonds, vorgestellt im Dezember 2025, ist ein wichtiges Signal. Gleichzeitig bleiben konkrete Ankündigungen bisher hinter den Erwartungen zurück oder fokussieren sich auf einzelne Teilbereiche. Zudem stellt sich auf allen Ebenen – von der Bundesebene über die Länder bis zu den Kommunen – die Frage, wie staatliche Impulse mit den aufseiten privater Investoren bestehenden Risiko- und Renditeerwartungen sowie ihren Anforderungen an Größe, Struktur und Governance einzelner Projekte vereinbart werden können. Die Infrastrukturkonferenz soll dazu beitragen, die Bedarfe von Infrastrukturinvestoren und -betreibern zu artikulieren und mit der Politik zu diskutieren. Zwei Schwerpunkte sollen in diesem Jahr näher beleuchtet werden:

Energieinfrastruktur

Die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten machen erneut schmerzhaft deutlich, dass Deutschland im Bereich fossiler Energieträger sehr abhängig von den Weltmärkten ist. Dem Wunsch nach einer schnelleren Unabhängigkeit und Transformation stehen steigende Systemkosten und notwendige Synchronisierung zwischen Energieerzeugung, -verteilung und -verbrauch entgegen. Private Investoren stehen bereit, im Bereich der Energieinfrasturktur tätig zu werden, benötigen aber die richtigen Rahmenbedingungen. Auch stellt sich zunehmend die Frage nach geeigneten Modellen der Partnerschaft zwischen Infrastrukturbetreibern und privaten Investoren. Das Energiepanel beleuchtet die kommenden Investitionsschwerpunkte, zeigt geeignete Kooperationsmodelle und bestehenden Entwicklungsbedarf in den Rahmenbedingungen auf.

Neue Ansätze für öffentlich-private Partnerschaften (ÖPP)

Nach einer ersten Welle von ÖPP Anfang der 2000er-Jahre gelten viele der damaligen Projekte im Rückblick als wenig erfolgreich – zu teuer und kompliziert in der Umsetzung, lautet oft der Befund. Es braucht deshalb neue Ansätze für moderne Projektstrukturen mit klaren Leitplanken, eine weitgehende Standardisierung von Verträgen und eine Betrachtung über den gesamten Infrastrukturlebenszyklus. Bei der Infrastrukturkonferenz soll erörtert werden, was für eine Renaissance von ÖPP-Projekten, eine "zweite Welle" insbesondere im Verkehrssektor, aus Investorensicht nötig ist.

Bitte merken Sie sich den 03. November 2026 bereits heute vor – nähere Informationen werden zu gegebener Zeit bereitgestellt.

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Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen unter info@deutsche-infrastruktur.org gerne zur Verfügung.